Urlaub im Bungalowzelt: Endlich echtes Camping

Ein wenig skeptisch waren wir schon. Vor allem nachdem wir in der Woche zuvor in einem schönen Mobilheim auf dem Camping La Sirène übernachtet hatten. Mit wir meine ich meinen Mann und mich. Unsere Mädchen hatten null Komma null Skrupel in einem Bungalowzelt zu schlafen. Für sie war es das Normlaste der Welt. Es ist ja auch fast ein echtes Häuschen mit einem festen Boden, großen Kühlschrank und richtigen Betten. Es gibt viel Platz für Gepäck. Selbst wenn man mal drinnen essen muss, ist das kein Problem.

Montag

Es war circa 16:00 Uhr als wir auf dem Camping Iris Parc Le Grand Dague aufschlugen. Als erstes fielen uns die Safari- und Kalahari-Zelte ins Auge. Heimlich bedauerte ich in diesem Moment, dass wir in einem „normalen“ Bungalowzelt übernachteten, weil sie von außen schon ein wenig verrückt aussehen.

Bei unserer Buchung erfuhren wir, dass unser Zelt zentraler liegen würde. Das fand ich vor allem für unsere beiden Mädels wichtig. Letztlich stellte sich die Lage auch echt als sehr angenehm heraus. Die Straße, in der unser Zelt stand, war sehr gemütlich.

Zufälligerweise machten auch Freunde von uns zum gleichen Zeitpunkt Urlaub auf dem Camping Iris Parc Le Grand Dague. So kam es, dass ich noch am selben Abend mit allen Kids in den Pool sprang, während die anderen drei Erwachsenen im Supermarkt noch ein paar Lebensmittel besorgten.

Später futterten wir dann Pommes Frites aus der Snack-Bar, Hähnchenschenkel, Apfelmus und das Lieblings-Gemüse unserer Töchter – Brokkoli. Zum Nachtisch gab es Eis.

Dienstag

In Luxemburg hat Cleo eine Liebe für Schlösser entwickelt. Da es in der Region Périgord eine Vielzahl an Schlössern, gibt pickten wir wahllos ein Dorf heraus und fuhren dorthin. Saint-Léon-sur-Vézère war im Endeffekt auch eine gute Wahl, nur leider hatte das Schloss nicht geöffnet. Aber das Dorf selbst war wunderbar und den Ausflug wert. Hier lernten wir, dass man immer Badesachen einpacken sollte. Denn hinter der mittelalterlichen Kirche fließt der Fluss Vézère, in dem man prima ein erfrischendes Bad nehmen kann. Nach der Rückkehr zum Campingplatz sprangen wir noch kurz in den Pool, um uns dann der wohlverdienten Pasta mit Spinat und Salat zu widmen. Kaffee gab dann im Mobilheim unserer Freund aus der Dolce Gusto. 😉

Sterre und Sophie machten sich noch auf den Weg zur Animations-Show und kamen zurück mit wilden Geschichten über ein Quiz. Als wir gemeinsam zurück Richtung Zelt liefen, fiel uns der helle Himmel auf. So viele Sterne!

Mittwoch

Nach zwei actionreichen Tagen beschlossen wir einen Schwimmbad-Tag auf dem Campingplatz einzulegen und die 5 Pools, den Lazy River und die 3 Rutschen voll auszukosten. Ach so, das Piratenschiff und der Indoor-Spielbereich neben dem Pool darf man nicht vergessen! Ein wahres Kinderparadies. Vor allem für die Kleinen ist der Pool ideal, da er mit einer Art Gummi-Schicht ausgekleidet ist, die ihn sehr weich macht.

Wir beendeten den Tag mit Pancakes und natürlich ließen sich die Ladies (und Gentleman) eine Animations-Show nicht entgehen. Vor allem die Mädchen sind große Fans und wollen so nah wie möglich an der Bühne stehen. Sie lieben das Animationsteam. Cleo ist immer noch ein großer Fan von Tipy und Flora.

Donnerstag

Die Sonne scheint leider nicht jeden Tag. Schade, vor allem weil wir am Donnerstag Besuch bekamen. Freunde wollten mit uns auf dem Campingplatz schwimmen gehen. Das fiel dann buchstäblich ins Wasser. Deshalb entschieden wir uns in das Aquarium in Le Bugue zu fahren. Diese Idee schienen jedoch eine Menge Leute gehabt zu haben, so lang war die Schlange vor dem Aquarium. Hier wollten wir uns wirklich nicht anstellen, aber wir hatten auch noch eine Alternative. Ganz in der Nähe gab es eine Höhle. Sie war nicht groß, aber wir konnten eine Tour mit einem Englisch sprechenden Guide machen. Im nahe gelegenen Dorf Les Eyzies-de-Tayac gingen wir anschließen alle zusammen lecker Pizza essen.

Freitag

Als ich diesen Text tippte, spürte ich meine Muskeln fast schon wieder ein wenig. Sterre und ich waren am Freitag Kanu fahren. Cleo und Joram blieben auf dem Campingplatz. Ich sag es mal so: Sterre und ich mussten uns erst an das Kanufahren gewöhnen. Zum Ende hin wurden wir aber besser und konnten auch die wunderschöne Umgebung genießen.

Die Route hatte einige aufregende Gefälle. Im Verlaufe der Tour begann ein Boot auch zu lecken und musste hin und wieder geleert werden. Nicht angenehm, aber ein intensiveres Abenteuer. Als einer der letzten erreichten wir mehr als vier Stunden später das Ziel…Zerstört. Wieder zurück auf dem Campingplatz entschieden wir uns dazu es entspannt angehen zu lassen. Wieder Pommes von der Snack Bar, Gurke, Karotten und leckere Würstchen, die sich noch im Kühlschrank fanden. Mein Glas Wein schmeckte an diesem Abend besonders gut!

Samstag

Dies war der letzte Tag für Ausflüge, weil der Urlaub am Montag schon wieder zu Ende war. Und ich wollte unbedingt den Markt in Sarlat und ein Dorf in der Nähe besuchen: Lanzac.

Es gibt dort einen Strand entlang des Flusses Dordogne, wo ich als kleines Mädchen oft war. Sarlat hat ein wunderschönes mittelalterliches Zentrum und der Markt ist einen Besuch wert! Es war heiß, doch zum Glück fanden wir den Strand schnell. Damals schwammen wir immer zum anderen Ufer der Dordogne und natürlich ließ ich es mir auch dieses Mal nicht nehmen.

Zurück auf dem Campingplatz machten wir Resteessen, weil der Kühlschrank fast leer war. Das Ende des Urlaubes war wirklich in Sicht.

Sonntag

An diesem Tag ging ich früh mit einem Arm voller Handtücher zum Pool. Am letzten Tag wollte ich gute Plätze haben und hier konnte es sehr trubelig werden. Die Sonne schien und meine Wasserratten vergnügten sich optimal. Brauner als der Rest der Familie werde ich nie sein, aber an diesem Tag tat ich mein Bestes, um mit ihnen Schritt zu halten. Zum Urlaubs-Abschluss gingen wir alle in einem Fast-Food-Restaurant essen. Das mit dem gelben M. Glücklicher hätte ich die beiden Mädels nicht machen können. Dann machte ich das Zelt sauber und wir beendeten den Tag mit einem Kartenspiel.

Montag

Die Sachen waren gepackt und das Zelt aufgeräumt. Wir checkten aus. Frühstück gab es außer Haus. Das sparte noch einmal das Abwaschen! 😉 Außerdem hatten wir uns ein paar Brote für unterwegs gemacht. Der ursprüngliche Plan war zunächst bis Paris zu fahren und dort ein Hotel für eine Nacht zu suchen. Aber auf dem Weg entschieden wir ganz durchzufahren, weil es gut lief. Halb eins in der Nacht betraten wir den Hauseingang. Der Urlaub war wirklich vorbei. Ich hoffe, ihr hattet Spaß uns zu begleiten. Wir haben es durchgehend genossen!

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